Simien Berge
Im abessinischen Hochland Nordäthiopiens befindet sich eine eindrucksvolle Berglandschaft mit steil abfallenden Schluchten, weiten Hochplateaus und nie endenden Serpentinen. Das sogenannte „Dach Afrikas“ macht seinem Namen alle Ehre. Viele Gipfel ragen über 4.000m in die Höhe, auch der höchste Berg des Landes – der Rash Dashen – beeindruckt mit seinen 4.550m. Im Gegensatz zu unseren Vorstellungen eines Hochgebirges überrascht die Bergregion mit ihren grünen und fruchtbaren Landschaftszügen. Ein Großteil der Region wurde zum Nationalpark ernannt und eignet sich bestens für Trekkingtouren. Neben Packtieren, die das Gepäck tragen, begleiten Sie ein für diese Region vorgeschriebener Führer und ein bewaffneter Begleiter. Viele endemische Tiere und Pflanzen finden sich hier. Neben dem Äthiopischen Steinbock, dem Simien Fuchs und den Klippspringern leben auch Hyänen, Schakale und zahlreiche Hochgebirgsgreife in dieser Region. Bekannt ist das Gebirge jedoch für seine einzigartigen Dscheladas. Die Blutbrustpaviane ernähren sich ausschließlich von den hier wachsenden Gräsern. Wachholder, Baumheiden und der Kasso-Bäume säumen die Wege. Die hier lebenden Menschen sind mit ihrer Kultur und ihren Traditionen tief verwurzelt. Besonders beeindruckend ist der abrupte Übergang des Gebirges zu den weiten Hügellandschaften. Hier vereint sich der Fluss Tekezze mit dem Atbara und fließt in dessen Namen weiter. Jedoch erreicht der Fluss nur in der Regenzeit den Sudan und mündet hier in den Nil, während der Trockenzeit versickert er unterwegs in der Wüste. Aufgrund seiner Höhenlage kann es tagsüber zwischen 12°C und 25°C warm werden, in der Nacht fällt das Thermometer auch unter den Gefrierpunkt. Auch vor starker Sonneneinstrahlung sollte man sich entsprechend schützen.


