Murchison Falls Nationalpark

Der Murchison Falls Nationalpark liegt im Westen Ugandas, nordöstlich des Ruwenzori-Gebirges.

Er ist mit 3.877 km2 der größte Nationalpark Ugandas und wurde 1952 gegründet, um das tierreiche Gebiet um die Murchison Falls zu schützen.

Der Murchison Falls Nationalpark bildet zusammen mit den angrenzenden Wildlife Reserves Bugungu und Karuma sowie dem Budongo Forest die Murchison Falls Conservation Area.

Die abwechslungsreiche Landschaft ist ein idealer Lebensraum für unzählige Tierarten.Durch die Savannen und das offene Grasland streifen Rothschildgiraffen, Oribis, Büffel und Tüpfelhyänen. In den Papyrussümpfen an den Ufern des Nils tummeln sich Flusspferde und Wasserböcke. Mit etwas Glück entdeckt man sogar den seltenen Schuhschnabel.

Der Victoria-Nil entspringt bei Jinja aus dem Victoriasee, fließt durch den Lake Kyoga und gelangt schließlich über die mehr als 30km langen Kaskaden der Karuma-Fälle in den Nationalpark. Er durchfließt ihn von Ost nach West und teilt den Park in einen größeren südlichen und einen kleineren nördlichen Teil, der mehr Tiere beherbergt.

Bei den Murchison Falls im Westen des Nationalparks zwängt sich der sonst zwischen 50m und 100m breite Nil durch eine nur etwa sieben Meter schmale Schlucht und stürzt dann über 40m donnernd in die Tiefe. Unterhalb der Fälle warten schon hungrige Krokodile auf herabstürzende Fische. Sie sind durch den Aufprall betäubt und so besonders leicht zu fangen. Aufgrund des großen Nahrungsangebots werden die Krokodile hier besonders groß.

Etliche Kilometer später mündet der Victoria-Nil in den Albert-See. In dem kleinen Delta sind viele Vogelarten beheimatet. Der etwa 160km lange See gehört zum Ostafrikanischen Grabenbruch und bildet die Grenze zum Kongo. Der Nil verlässt den Albert-See und den Nationalpark in nördlicher Richtung.