Serengeti

Die Serengeti ist Tanzanias ältester Nationalpark und berühmt für seine jährliche Gnuwanderung. Bernhard Grzimek, der mit seinem Sohn Michael in den 1960er Jahren erstmalig die Zählung der jährlichen Tierwanderung dokumentiert und in dem Film „Die Serengeti darf nicht sterben“ veröffentlicht hat, war neben dem damaligen Präsidenten Tanzanias, Julius Nyerere, maßgeblich daran beteiligt, dieses einmalige Naturschauspiel zu schützen.

Knapp 15.000 qkm umfasst das Ökosystem der Serengeti, in dem neben etwa einer Millionen Gnus, 200.000 Zebras und 300.000 Thomson Gazellen, die zusammen die 1.000 km lange Wanderung unternehmen, auch unzählige Elefanten, Giraffen, Büffel, Kuh- und Leierantilopen, Impalas, Warzenschweine, Paviane, Schakale, Hyänen und jeder Menge Raubkatzen, wie Löwen, Geparden, Leoparden sowie die nachtaktiven und daher nur selten zu sehenden Ginsterkatzen und Servals leben. Typische Bewohner der Savanne sind auch Sekretärvögel, Ohren- und Sperbergeier, Marabus, Raubadler und Gaukler.

Von Südosten bis ins Zentrum der Serengeti befindet sich eine schier endlose Ebene, hier halten sich von November bis April/Mai die großen Herden auf. Nach den kurzen Regenfällen im Nov./Dez. wächst das nahrhafte Gras der Kurzgrassavanne üppig und bietet Nahrung für die Jungtiere, die in dieser Zeit geboren werden. Den „Western Corridor“ der sich fast bis an den Victoria See erstreckt und die etwas weiter nördlich befindliche Ikoma Region durchqueren die Tiere in den Monaten Mai/Juni bis August. Von dort wandern sie weiter in den hügeligen Norden bis nach Kenia in die Masai Mara. Unterwegs müssen die Herden mehrere Flüsse durchqueren, bei der alljährlich viele Tiere den Fluten und den am Ufer lauernden Krokodilen zum Opfer fallen.