Selous Game Reserve

Mit einer Ausdehnung von 51.200 km² ist das Selous Game Reserve nicht nur dreimal so groß wie die Serengeti, sondern auch das größte Wildreservat auf dem afrikanischen Kontinent. Ihren Titel „ältestes Naturschutzgebiet Afrikas“ verdankt das Reservat der deutschen Kolonialregierung, die bereits im Jahr 1896 Schutzzonen in Teilen des heutigen Gebietes errichtete. Erreichbar ist der Park zum einen durch das Matambwe Gate im Norden sowie durch das Mtemere Gate im Osten. Das Selous Game Reserve macht rund 6% der Fläche Tansanias aus, hier leben über 1 Millionen Großtiere. Da nur ein kleiner Teil des Game Reserve für Pirschfahrten zugänglich ist, ist die Region noch immer ein wichtiges Rückzugsgebiet für viele Tiere. Lange Trockenperioden charakterisieren den Bewuchs, doch dank des ständig Wasser führenden Rufiji Flusses, der durch zahlreiche Nebenflüssen gespeist wird, herrscht eine große Biodiversität. Savannen dominieren im Norden das Landschaftsbild, in Flussnähe prägen Sümpfe die Szenerie und im Süden gedeihen die prächtigen Miombo-Tockenwälder, die besonders bei Elefanten beliebt sind. Die hügelige Landschaft und die Grasflächen und Galeriewälder faszinieren jeden Afrikabesucher. Den hier lebenden Hyänen und den ca. 3.500 Löwen bietet das Region einen ausgewogenen Ernährungsplan: je nach Angriffslust und Aktivitätslevel wird zwischen Steppenzebras, Großen Kudus, Rappenantilopen, Kuhantilopen, Streifengnus und Wasserböcken gewählt. Ein gefundenes Fressen auch für Tierbeobachter. Aber auch eine Bootsafari bietet tolle Ausblicke auf suhlende Flusspferde und Krokodile. Beste Reisezeit sind die Monate Juni bis Oktober, die Straßen sind passierbar, tagsüber ist es heiß und trocken und die Nächte bleiben angenehm.