Etosha Nationalpark
Der im Norden Namibias gelegene Etosha Nationalpark ist vor allem für seine rund 5.000 km²große Salzpfanne bekannt. Die Salzpfanne ist sogar aus dem Weltall zu erkennen! Als „großer weißer Platz“ bezeichneten die Heikom, eine Untergruppe der San, diese Gegend vor vielen Jahrzehnten und noch heute beschreiben diese drei Worte die Region ziemlich gut. Der Legende zufolge entstand die große Fläche durch die Tränen einer Frau, die um ihr ermordetes Kind weinte... Die Gegend wirkt im Winter fast bizarr, die Salzpfanne ist ausgetrocknet und staubig. Fast könnte man meinen, Zebras streifen durch eine winterliche Schneelandschaft. Im Gegensatz zur Trockenzeit blüht und grünt es in allen Ecken, der Park erwacht zu neuem Leben und Tierbabys und Vögel locken Safaribesucher aus aller Welt an. Die Vegetation ist sehr vielfältig und variiert je nach Standort. Die Zwergbuschsavanne am Rande der Salzpfanne verwandelt sich in eine Grassavanne und endet im Westen mit einer Buschlandschaft voller Mopanebäume. Auch die knorrigen Äste der blätterarmen Moringabäume verzücken aufgrund ihres ungewöhnlichen Aussehens die Besucher. Elefanten, Spitzmaulnashörner, Leoparden, Löwen und Giraffen sowie 350 verschiedene Vogelarten, darunter zahlreiche Zugvögel aus dem Norden sowie Bienenfresser und Vogelstrauße leben hier. Marabus und Nashornvögel staksen durch das Gras während Ohren- und Kapgeier ihre Kreise am Himmel ziehen. Als besonderes Highlight gelten auch zahlreiche Flamingos, die von den mit Wasser gefüllten Pfannen angelockt werden.


