Damaraland

Die Wüstenregion befindet sich im Nordwesten Namibias südlich des Kaokvelds zwischen Erongo und Etosha Pfanne. Die Gegend ist spärlich besiedelt und aufgrund der wenigen Niederschläge sehr karg und ausgedörrt. Zwischen März und Mai findet die Regenzeit statt, es grünt und viele Blumen blühen in der wilden Landschaft. Die Gegend kann mit zahlreichen natürlichen Sehenswürdigkeiten punkten. Am bekanntesten sind sicherlich die Felszeichnungen von Twyfelfontein. Die sogenannte „Quelle des Zweifels“ ist der Name einer Quelle und des Tals im Damara-Bergland und liegt ca. 70km von Khoixas entfernt. Um die jahrtausendalten Felsgravuren (Petroglyphen) der San zu schützen, wurden sie 2007 auf die Liste des UNESCO Weltkulturerbes gesetzt. Die Zeichnungen zeigen besonders häufig Jäger und Krieger auf der Jagd sowie viele verschiedene Wildtiere wie Antilopen, Giraffen und Zebras. Wissenschaftler entdeckten jedoch auch Zeichnungen von Robben – verwunderlich, denn das Meer liegt rund 100km entfernt. Die höchste Erhebung Namibias ist der Königsstein (2.573m) und befindet sich im Brandberg Bergmassiv. Auch hier schmücken zahlreiche Felszeichnungen die Wände und können mit einem Naturführer besichtigt werden. Wer sich für die Kultur und das traditionelle Leben der Damara interessiert, sollte unbedingt das Damara Living Museum in der Nähe von Twyfelfontein besuchen. Hier wir die Geschichte gemeinsam „erlebt“. Unter anderem wird gezeigt, wie Waffen und Werkzeuge geschmiedet werden und Schmuck hergestellt wird. Tänze und Gesänge sowie das Gerben von Leder und die Produktion der traditionellen Kleidung gehören ebenfalls dazu. Wer sich für die Nutzung von Heilpflanzen interessiert, erfährt bei einer Wanderung mit den Frauen der Damara Wissenswertes. Sehenswert ist auch der sogenannte Versteinerte Wald – die rund 280 Millionen Jahre alten Baumstämme stehen seit 1950 unter Denkmalschutz. Wissenschaftler fanden heraus, dass diese, teils bis zu 45m langen Baumstämme, nicht in Namibia wuchsen, sondern durch Gletscherschmelzungen transportiert und konserviert wurden. Wer Richtung Etosha Nationalpark fährt, kann noch einen Zwischenstopp beim Vingerklip einlegen. Dieses Felsmonument besteht nur aus einem einzelnen Felsen und ragt 35m in die Luft.