Okavango Delta

Wenn sich nach den Sommerregen zwischen November und April das Wasser vom Hochland Angolas über den namibischen Caprivistreifen seinen Weg nach Botswana bahnt, vergrößert sich das Okavango Delta von rund 16.000 km² auf rund 22.000 km²! Den Titel für das größte Binnendelta der Welt hat sich das Okavango Delta somit sichtlich verdient. Bemerkenswert ist auch, das fast 95% des Wassers auf der rund 1.300 km langen Strecke verdunstet, am Ende aber dennoch ein riesiges Geflecht aus Flussläufen, Wasseradern und Seen entsteht. Bei Maun sammeln sich die letzten Tropfen in den Thamalakane River, fließen dann in den Boteti River und den Lake Xau und versickern schließlich in den Makgadikgadi Pans. Geografisch gehört das Okavango Delta zum Kalaharibecken und lässt sich in drei Regionen einteilen: Im Nordwesten liegt das Flussbett, das sogenannte „Panhandle“ (Pfannenstiel), das Trockenland des Moremi Game Reserve erstreckt sich über den Nordosten. Die dritte Region ist das Delta. Seit 2014 ist das Okavango Delta als 1.000 Weltnaturerbe bei der UNESCO gelistet. Die Region ist zudem das Zentrum der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA TFCA), das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet der Welt. Allein 122 Säugetierarten, 64 Reptilienarten, 444 Vogelarten und über 1.300 Pflanzenarten leben hier im Delta. Die Trockenzeit von April bis Oktober ist die beste Reisezeit für Wildtierbeobachtungen.