Kalahari
Bekannt für seine unendliche Weite und sandigen Pisten, den gelben, braunen und orangenen Farbtönen und den heißen Temperaturen zählt die Kalahari zu den beliebtesten Wüsten-Regionen des südlichen Afrikas. Streng genommen ist die Kalahari aber keine Wüste sondern eine Trockensavanne. 1961 entstand das Central Kalahari Game Reserve im Zentrum der Kalahari. Ursprünglich sollte das 52.800 km² große Refugium den nomadisierenden San helfen, ihre traditionelle Lebensweise aufrecht erhalten zu können. Allerdings wurden hier Diamanten entdeckt, sodass die Buschmänner verdrängt wurden. Das Central Kalahari Game Reserve ist nach dem kanadischen Buffalo Nationalpark der zweitgrößte Naturschutzpark der Welt. Der Norden des Parks gilt als erschlossener und tierreicher, der Süden als einsamer und unzugänglicher. Viele „Kalahari-Ersties“ sind überrascht, wie grün die Landschaft tatsächlich ist. Teils sehr alte Akazien unterbrechen das niedrige Buschwerk und ragen aus den goldgelben Gräsern hervor. Viele der hier beheimateten Pflanzen sind für ihre natürlichen Kräfte bekannt und werden noch immer bei den San als Naturheilmittel eingesetzt. Im Vergleich zum Okavango Delta oder dem Chobe Nationalpark sollte man bei der Tierbeobachtung etwas geduldiger sein. Zebras, Antilopen, Löwen und Hyänen sind hier beheimatet. Nicht wegzudenken sind sicherlich die Springböcke und die Oryxantilopen. Sie sind perfekt an das harsche Klima angepasst, denn ihr Körper reguliert die Hitze bei Temperaturen bis zu 45°C. Aber auch Geparde und Strauße finden in diesem Gebiet ideale Lebensbedingungen. Wer den schwersten flugfähigen Vogel der Welt einmal sehen möchte, der Riesentrappe, sollte in die Zentral-Kalahari aufbrechen. September und Oktober sowie April und Mai sind für den zentralen Teil die geeignetsten Monate für einen Besuch – es ist weder zu heiß, noch zu kalt. Im November bis März steigen die Temperaturen auf über 40°C und es kann zu plötzlichen und heftigen Gewittern kommen. Zwischen Januar und April sind die Pisten nach heftigen Regenfällen schwer passierbar, die frischen Gräser aber ein wahrer Segen für die hier beheimateten Tiere.











