Hwange Nationalpark
Bevor 1928 die britische Kolonialverwaltung das Gebiet als Wildtierreservat unter Naturschutz stellte, diente die Region im 19. Jahrhundert als herrschaftliches Jagdgebiet. 2 Jahre später erhielt das Wildtierreservat den Status eines Nationalparks. Mit einer Fläche von 14.651 km2 ist er der größte Nationalpark in Zimbabwe. Aufgrund seiner dichten Tierpopulation und der Nähe zu Botswana ist der Park Teil der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area. Das KaZa-Projekt ermöglicht den Tieren eine länderübergreifende Wanderung und somit den Erhalt der Biodiversität. Der Hwange Nationalpark liegt auf einem Plateau zwischen 940 und 1.155m. Ein Großteil der Böden besteht aus lockerem Kalaharisand. Einst strömten hier zahlreiche Flüsse dem Makgadikgadi Becken entgegen, sind aber heute ausgetrocknet. Diese sogenannten Vleis (fossile Flussbette) nutzen heute Gnus, Impalas, Büffeln, Rappenantilopen und Zebras als Weidegründe. Je nach Niederschlagsmenge ändert sich die Vegetation – von Graslandschaften mit vereinzelten Kameldornakazien über Mopanegestrüpp bis zu Leberwurstbäumen und Ebenholz. Um den Tierbestand auch in der Trockenzeit im Park zu halten, wurden über 60 Wasserlöcher gegraben. Neben großen Elefantenpopulationen, Giraffen und Flusspferden leben auch zahlreiche Löwen, Leoparden, Geparden und Afrikanische Wildhunde im Park.












